Ratgeber

Druckverfahren für T-Shirts im Vergleich

Ob ein bedrucktes T-Shirt lange schön bleibt, hängt stark vom Druckverfahren ab. Jedes Verfahren hat seine Stärken: für Fotos, für große Mengen, für Schriftzüge oder für Logos. Hier finden Sie die gängigen Verfahren im Überblick.

Stand Oktober 20263 Min. Lesezeit
Mann zieht in einer Werkstatt Farbe durch ein Sieb auf ein T-Shirt

Digitaler Direktdruck

Hände mischen Druckfarben in Cyan, Magenta und Gelb

Die Farbe wird wie bei einem Tintenstrahldrucker direkt auf den Stoff gedruckt. Shirtinator nutzt zum Beispiel digitalen Direktdruck.

  • Vorteile: beliebig viele Farben, Fotos und Farbverläufe möglich, Einzelstücke ohne Einrichtungskosten.
  • Nachteile: bei großen Mengen pro Stück teurer als Siebdruck.
  • Geeignet für: Foto-Shirts, Geschenke, kleine Stückzahlen.

Siebdruck

Für jede Farbe wird ein eigenes Sieb angefertigt, durch das die Farbe auf den Stoff gedrückt wird.

  • Vorteile: sehr kräftige Farben, sehr haltbar, bei großen Mengen günstig.
  • Nachteile: Einrichtung für jede Farbe, daher erst ab größeren Stückzahlen wirtschaftlich. Shirtee setzt Siebdruck ab etwa 20 gleichen Teilen ein.
  • Geeignet für: Vereins-, Team- und Firmenshirts mit wenigen Farben.

Flexdruck

Das Motiv wird aus einer glatten Folie geschnitten und aufgebügelt.

  • Vorteile: sehr kräftige Farben, gut für Schriftzüge, Namen und Nummern.
  • Nachteile: nur für einfache Formen ohne Farbverläufe, die Folie ist leicht spürbar.
  • Geeignet für: Trikots mit Namen und Nummern, einfache Schriften.

Flockdruck

Ähnlich wie Flexdruck, aber die Folie hat eine samtige, leicht erhabene Oberfläche.

  • Vorteile: edle, fühlbare Optik, auch hell auf dunklem Stoff gut sichtbar.
  • Nachteile: nur für Konturen und Schriften, nicht für Fotos.
  • Geeignet für: Schriftzüge und Logos mit besonderem Effekt.

Transferdruck

Das Motiv wird auf Transferpapier gedruckt und mit Hitze auf das Shirt übertragen.

  • Vorteile: günstig, viele Farben möglich.
  • Nachteile: oft weniger haltbar, das Motiv kann sich nach vielen Wäschen lösen.
  • Geeignet für: einmalige Anlässe wie Junggesellenabschiede.

Sublimationsdruck

Die Farbe wird durch Hitze in die Faser übertragen und wird Teil des Stoffes.

  • Vorteile: nicht fühlbar, sehr haltbar, vollflächige Motive möglich.
  • Nachteile: nur auf hellen Stoffen mit hohem Polyesteranteil.
  • Geeignet für: Sport- und Funktionsshirts.

Stick

Das Motiv wird mit Garn in den Stoff gestickt. Spreadshirt und Shirtee bieten Stick an.

  • Vorteile: hochwertig, extrem haltbar.
  • Nachteile: nur für kleinere Motive wie Logos, keine Fotos.
  • Geeignet für: Firmenlogos auf Polos, Jacken und Caps.

Die Verfahren im Vergleich

Verfahren Fotos Kleine Menge Große Menge Haltbarkeit
Digitaler Direktdruck ja sehr gut teurer gut
Siebdruck eingeschränkt unwirtschaftlich sehr gut sehr gut
Flexdruck nein gut gut gut
Flockdruck nein gut gut gut
Transferdruck ja gut mäßig mäßig
Sublimation ja gut gut sehr gut
Stick nein gut gut sehr gut

Wie Sie Schritt für Schritt zu Ihrem Shirt kommen, zeigt die Seite T-Shirt bedrucken lassen.

Häufige Fragen

Welches Druckverfahren eignet sich für Fotos?

Digitaler Direktdruck und auf hellen Polyester-Shirts der Sublimationsdruck. Beide können Farbverläufe und viele Farben darstellen.

Welches Druckverfahren hält am längsten?

Siebdruck, Sublimation und Stick gelten als besonders haltbar. Transferdruck ist meist weniger widerstandsfähig.

Ab welcher Menge lohnt sich Siebdruck?

Wegen der Einrichtungskosten erst bei größeren Mengen. Shirtee nennt etwa 20 gleiche Teile als Grenze.

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